16.12.2025
Endlich geht es los.
Seit zwei Monaten plane und rede ich. Vorzubereiten gab es nicht so viel. Die Reiskrankenversicherung habe ich gestern abgeschlossen und die Unterkunft findet sich final erst übermorgen.
Alles hätte also an einem Tag erledigt sein können. Ich musste ja nur Zeltsachen, etwas zum Anziehen, mein Tablet und die üblichen Kleinigkeiten, in meinen Rucksack packen. So war die Vorbereitungszeit Wartezeit, die nun endlich vorbei ist, eigentlich Wartezeit.
Aber nun geht es endlich wieder raus in die Welt. Befreit von allem was sich zuhause Alltag nennt und auf der Suche nach neuen Begegnungen und Erlebnissen kann ich freier Atmen, als wären Tonnen an Balast von meiner Brust genommen. Auch wenn ich mein Zuhause und die Menschen, die ich Freunde nennen darf, liebe, ist es immer wieder schön gewohntes zu verlassen, um dann reicher und freier wieder zukommen.
Einiges an Literatur hat die Zeit aber sehr verkürzt. Vor allem „Frei“ von Lea Ypi, das ich jedem an Herz legen kann.

Anreise : Die Strecke
Gerade sitze ich im Bus. Wir sind kurz vor Kroatien. Leider ist es Nacht. Ich freue mich auf morgen Früh, auf die Landschaften und auch auf das Ankommen.
Wo ich lande, was ich mache, sind bisher nur Ideen. Ich mag mich nicht durch Pläne einengen. Wer weiß was passiert, was sich ergibt. Eigentlich wollte ich ja an die Algarve. Naja, der Breitengrad stimmt ja fast. Aus Kostengründen ist es dann Albanien geworden und umso mehr ich über dieses Land gelesen habe umso dankbarere war ich den Gierlappen in Portugal.
Zunächst sollte meine Tour in Shkodra anfangen, dann entwickelte sich daraus Dures, daraus dann Tirana und nun wird es wohl Vlore, im Süden. Bei jedem Impuls der zu einer Änderung führt waren die Ziele vielversprechender reizvoller.
Wenn alles klappt habe ich in Vlores ab Donnerstag eine tolle Wohnung für wenig Geld. Ich bin direkt am Meer, die Berge liegen dahinter.
Ursprünglich wollte ich den nächsten Roman fertig schreiben. Aber das ist gerade auch nicht mehr sicher. Letztendlich kommt es doch darauf an raus zu kommen unterwegs zu sein, Eindrücke zu sammeln, Menschen zu begegnen, Kulturen kennen zu lernen, zumindest geht es mir so.
Zunächst freue ich mich aber auf Ruhe, auf ein gutes Buch, meine Ukulele, Spaziergänge am Meer und in den Bergen und darauf endlich wieder zu schreiben.
Aber was wird, sehen wir im Nachhinein. Ist es nicht immer so, dass die Zukunft erst klar wird, wenn sie Vergangenheit heißt. Ich finde das wunderbar.
Hier nur erste Bilder von der Anreise. Vielleicht machen sie ja auch Lust auf dem Landweg zu reisen. Draußen wird es jetzt weiß und wir sind in diesem Moment an der Kroatischen Grenze. Ich könnte schreien vor Freude.
Hier nun ein paar Dokumentarische Bilder. Die schöneren kommen noch in den nächsten Tagen, Wochen und vielleicht Monaten.

























































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