Albanien kann auch Grau

Kennst du noch aus Tabaluga von Peter Maffay „Der Himmel wird erst schön durch ein paar Wolken“?

Wer meine Bilder und die Vorlieben in der Fotografie schon etwas länger kennt, weiß von meiner, vielleicht etwas schrägen vorliebe, für Grautöne. Ich bin immer wieder von ihrer vielfältiger fasziniert.*

Es sind sicher auch die Spannungen, die in den Mischungen von Schwarz und Weiß liegen, die mich sie immer wieder neu zu ergründen. Jedenfalls heute sind die meisten Bilder grau und schön.

Grau hat für mich noch eine tiefere Bedeutung, es ist primär die Mischung zwischen Schwarz und Weiß. Den beiden Polen, die Grundlage für viele Analogien sind, für Gegensatzpaare wie, Gut und Schlecht, Hell und Dunkel, Freude und Furcht.

Unsere Welt ist selten nur Schwarz oder Weiß. Scheinbare Gegensätze, erscheinen in uns und in der Welt meistens als Mischung.

Die Welt besteht aus den Verbindungen der Gegensätze. Den wenigsten geht es nur gut oder nur schlecht. Selten ist es nur Dunkel oder nur Hell, nur Freud- oder Leidvoll.

Immer ist alles vorhanden. Oft müssen wir nur aus einem etwas anderen Blickwinkel schauen, um dies zu erkennen.

Somit ist Grau für mich eine Analogie für unsere innere und äußere Welt, ja, für das ganze Sein. Und gerade an etwas düsteren Tagen, erfüllt mich das Grau mit Freude, da es mich daran erinnert, das Hell genau so vorhanden, jetzt, hier, in diesem Augenblick.

*Wobei sich in die heutigen Bilder doch viele Farben eingeschlichen haben, nehme ich den Wolkenverhangenen Tag, als Anlass für diesen kurzen Text.

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